Forschung

Entzündungsforschung: Aus evolutionärer Perspektive entwickelte sich das komplexe Immunsystem in Säugetieren (wie uns Menschen) vor allem zur Bekämpfung von mikrobiellen Bedrohungen. Die Kehrseite dieses Schutzsystems ist jedoch, dass fehlgeschaltete Immunreaktionen auch zu schweren Erkrankungen führen können. Beispiele für solche chronisch entzündlichen oder Autoimmunerkrankungen sind die Multiple Sklerose, Typ 1 Diabetes, Morbus Crohn, und die Psoriasis (Schuppenflechte).

Grundsätzlich geht man heute davon aus, dass die gestörte Kommunikation zwischen Immunzellen die Ursache für diese Erkrankungen  und unerwünschte Immunreaktionen ist. Damit unser komplexes Immunsystems funktionieren kann hat es eine Armee hoch-spezialisierter Zelltypen, die über ein kompliziertes  Kommunikationsnetzwerk verfügen. Zytokine sind lösliche Hormon-ähnliche Eiweiße, die die Kommunikation zwischen den Zellen des Immunsystems ermöglichen.  Unser Ziel ist es, dieses Kommunikationsnetzwerk zu analysieren, um die Sprache des Immunsystems zu übersetzen. So können wir dann Entzündungsprozesse regulieren bzw. stoppen, ohne die schützenden Aspekte des Immunstems lahmzulegen.

Im Gegensatz zur Autoimmunität und Entzündungsleiden, soll ja bei der Krebstherapie das Immunsytem auf den Krebs aufmerksam gemacht werden, um Krebsleiden mit Hilfe des körpereigenen Immunsystems zu bekämpfen. Unsere Erfahrung in der Entzündungsforschung liefert dazu den optimalen Nährboden zur Entwicklung neuer Immuntherapien gegen Krebs.

Unsere Forschungsschwerpunkte sind:

  • Zytokin-Netzwerke bei chronisch entzündlichen Erkrankungen (Multipler Sklerose, Psoriasis, und Stammzelltransplantation)
  • Immuntoleranz und die Entstehung lymphoider Organe
  • Krebs-Immuntherapie